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Fremdes Begehren

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Unter dem Titel "Fremdes Begehren" veranstaltete die Werkstatt 3 in Altona im Mai eine Vortragsreihe mit den Themenschwerpunkten Sexualität/Migration und Homosexualität/Islam. Der Männerschwarm war bei zwei Vorträgen mit einem Büchertisch präsent. Dafür haben wir eine Literaturliste "Islam und männliche Homosexualität" zusammengestellt, die Sie hier als pdf-Datei herunterladen können.

Die Veranstaltungen noch mal im Überblick:

Homophober Moslem, Toleranter Westen? - Homophobie als "Exportprodukt"

Dienstag, 5. Mai 19:30 Uhr

mit Georg Klauda (Soziologe, Berlin; Autor des im Männerschwarm Verlag erschienenen Buchs "Die Vertreibung aus dem Serail")

Georg Klauda zeichnet die Konzepte mann-männlicher ­Liebe und Lust in christlichen und muslimischen Gesellschaften nach. Er zeigt den historischen Anteil des Westens an der Formierung antihomosexueller Diskurse in der islamischen Welt und belegt, dass auch in Deutschland - trotz augenscheinlicher Liberalität - von einer Auflösung des ­heteronormativen ­Korsetts, das Homosexualität nur als "Abweichung" kennt, keine Rede sein kann.


Film: Out of Istanbul
(Dokumentation, 2005, 51 min, Deutschland, Türkei, BITCOM International)

Dienstag, 12. Mai 19:30 Uhr

Mit der Regisseurin Hatice Ayten

Die Dokumentarfilmerin Hatice Ayten lässt türkische ­Schwule, Lesben und Transgender aus Istanbul und Berlin in Interviews zu Wort kommen: Sie erzählen eindrücklich von ihrem Alltag, ihren Konflikten mit den Normen der türkischen Gesellschaft und vom Kampf um Freiräume.

Homosexualität in islamischen Ländern am Beispiel Iran

Dienstag, 19. Mai 19:30 Uhr

mit Ali Mahdjoubi (Exiliraner und Mitarbeiter von Claudia Roth, Berlin)

Ali Mahdjoubi bricht in seinem Vortrag mit der gängigen Vorstellung von einer "durchislamisierten" Gesell­schaft, die gleichgeschlechtliche Liebe ­verdammt und ächtet. Zugleich verweist er auf die fatalen ­Folgen, die die iranische Politik und der ­politische Islamismus nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft von Homosexuellen haben.

 

Queere Migrant/innen - Homosexualität in der Einwanderungsgesellschaft

Montag, 25. Mai 19:30 Uhr

Referent: Koray Yilmaz Günay (Gays & Lesbians aus der Türkei, GLADT)

Lesbische und schwule ­Migrant/innen sind sowohl mit ­Homophobie bzw. Heterosexismus in ihren Herkunftscommunities, als auch mit rassistischer Diskriminierung in der Gesellschaft und der lesbisch-schwulen Szenen konfrontiert. Tülin Duman von GLADT e.V., der Organisation türkei­stämmiger Lesben, Schwuler, Bi- und Transsexueller und Transgender (LSBTT) außerhalb der Türkei, wirft einen Blick in die komplexe Welt queerer Migrant/innen.