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„Londoner Triptychon“ von Jonathan Kemp

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9783863001780Lesung zum „Hieronymus-Tag"

Joachim Bartholomae präsentiert seine Übersetzung des Romans „Londoner Triptychon" von Jonathan Kemp.

Montag, 29. September, 20 Uhr im Buchladen

Jack schafft 1894 den Sprung aus den Slums in die Villen des britischen Hochadels, man raucht Opiumzigaretten und feiert griechische Orgien. Eines Tages trifft er Oscar Wilde, der in der Liebe zum Schmutz den Sinn des Lebens erkennt. Als Wilde zu Zuchthaus und Zwangsarbeit verurteilt wird, sind diese unbeschwerten Zeiten für viele Jahre vorbei. 1954 erlebt Colin den Höhepunkt der Hexenjagd gegen Sittenstrolche; schon die Eltern haben ihn gelehrt, menschliche Nähe möglichst zu vermeiden. Freiheit findet er nur in der Malerei. 1986 schließlich kommt David aus der Provinz nach London. Ihm geht es vor allem um eins: auf keinen Fall so zu werden wie die andern, in der Masse unterzutauchen und jeden Rest von Persönlichkeit abzustreifen.

Alle drei glauben, ihr Leben im Griff zu haben, doch am Ende erwischt sie die Liebe. Auf den Trümmern ihrer Existenz versuchen sie, einen neuen Anfang zu finden.

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Jonathan Kemp
lässt die Weltanschauungen dieser drei Menschen aufeinanderprallen; herausgekommen ist eine hochdramatische Geschichte voll großer Gefühle. Als Reise durch ein Jahrhundert Londoner Geschichte wechselt der Roman immer wieder die Zeitebenen und damit auch den sprachlichen Tonfall, der zwischen hartem Cockney, verklemmter Wohlanständigkeit und heutigem Jargon hin und her pendelt.

Joachim Bartholomae ist seit 1985 erst Buchhändler, dann Verleger bei Männerschwarm in Hamburg. Londoner Triptychon ist seine achte literarische Übersetzung. 2013 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Hamburger Kulturbehörde ausgezeichnet.

Infos zum Buch auf gaybooks und auf der Verlagswebsite (mit Leseprobe).

 

Elsner – Schernikau – Geissler

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Christine Künzel und Jörg Sundemeyer lesen Texte von Gisela Elsner, Ronald M. Schernikau und Christian Geissler

Samstag, 20. September, 19 Uhr, im Buchladen Männerschwarm (Eintritt frei)

Ronald M. Schernikau hatte Gisela Elsner 1978 während einer Lesung in Hannover kennen gelernt und blieb mit ihr lebenslang befreundet. Sein Buch „Königin im Dreck“ beginnt mit einem Text über die Werke Elsners. Zwischenzeitlich fast vergessen, erfahren die Werke Gisela Elsners neue Aufmerksamkeit – nicht zuletzt durch die Publikation bislang unveröffentlichter Manuskripte aus dem Nachlass. Mittlerweile wird Gisela Elsner nicht nur als einflussreiche deutschsprachige Schriftstellerin der 1950er bis 1990er Jahre, sondern auch als die wohl bedeutendste Satirikerin in der literarischen Landschaft der Bundesrepublik wahrgenommen.

Anlässlich der Mitgliederversammlung der Gisela-Elsner-Gesellschaft in Hamburg lesen Christine Künzel und Jörg Sundermeyer (angefragt) Texte von Gisela Elsner, Ronald M. Schernikau und Christian Geissler – und selbstverständlich wird die Rede davon sein, was diese drei so unterschiedlichen Autoren miteinander verband.

 

Homophobie: Ausstellung in der Zentralbibliothek

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homophobieAusstellung vom 25. Juli bis 23. August 2014, Mo – Sa 11.00 – 19.00 Uhr

Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1, 20097 Hamburg

Doch, die LBGT-Community hat Grund, sich zu freuen. Besonders in den letzten Jahren und besonders in den westlichen Industriestaaten. Denn hier hat der jahrzehntelange kämpferische Einsatz für Gleichstellung und Menschenrechte zu deutlichen Erfolgen geführt. Einer veränderten Einstellung der Menschen, gefolgt von Gesetzesänderungen, und das selbst in Ländern wie Spanien.

In Deutschland übrigens nicht immer ganz freiwillig, sondern mitunter erst durch Verfassungsgerichtsurteile erzwungen. Gesellschaftliche und gesetzliche Fortschritte also, aber auch weiterhin offene Forderungen, etwa in Sachen Adoptionsrecht. Und mit den Fortschritten meldet sich auch der Widerstand - so bei dem Aufstand baden-württembergischer Eltern gegen die fächerübergreifende Behandlung von Theman wie Homosexualität und Transgender im Schulunterricht.

Oder in Osteuropa, Ländern wie Polen und Lettland.

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Nein, die LBGT-Community hat keinen Grund, sich zurückzulehnen. Weltweit kennen 78 Staaten eine strafrechtliche Verfolgung sexueller Minderheiten, davon 7 – allesamt islamische – Staaten die Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Verkehr. Im evangelikal geprägten Uganda gilt seit diesem Jahr ein verschärftes Anti-Homosexuellen-Gesetz. Schon zuvor hat sich in Russland der Wind verschärft, wo es eine unheilige Allianz zwischen Politik und orthodoxer Kirche gibt.

Sind die Religionen also unsere Gegner? Man könnte meinen, ja: Juden- und Christentum kennen die alttestamentarische Verteufelung von Homosexualität, der Islam kennt Bestrafungen homosexueller Handlungen, die von körperlicher Züchtigung bis hin zur Todesstrafe reichen. Andererseits gibt es fortschrittliche Kräfte in allen Religionen, wenn auch nicht mehrheitlich. Es geht also nicht darum, pauschal gegen Religionen zu sein, sondern darum, die fortschrittlichen Kräfte innerhalb derselben zu stärken. Dazu ist es nötig, auch weiter Freund und Feind zu benennen – aber eben nicht pauschal.

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Chris Lambertsen
tut das mit seiner Kamera. Seine Aufnahmen der letzten Jahre – entstanden auf den CSDs in Hamburg und Kopenhagen, aber auch auf Protestkundgebungen gegen das gesetzliche Verbot „homosexueller Propaganda" in Russland und bei den Rainbowflashs –, zeigen, dass sich viele Menschen nach wie vor gegen Homophobie engagieren, und zwar nicht nur die vor der eigenen Haustür. Darunter auch viele junge Menschen.

Womit wir beim Spaß wären, denn Spaß haben und feiern ist wichtig und gehört ganz selbstverständlich zum CSD dazu. Der Blick aber sollte wachsam bleiben – wachsam und differenziert.

Neben Demos und Protesten zeigt Lambertsen deshalb auch markante Fortschritte: in der Kirche (AIDS-Seelsorge Hamburg), im Staat (offizielles Senatsfrühstück für Opfer des §175 und vom NS-Regime verfolgte Homosexuelle, 2009) und in der Hansestadt (kreative Aufklärung durch die Landeszentrale für politische Bildung über die Verfolgung gleichgeschlechtlich liebender Menschen – szenischer Rundgang zu historischen Stätten der Diskriminierung in Hamburgs Innenstadt, 2014).

Die Aufarbeitung und Öffentlichmachung unserer Geschichte ist zum großen Teil von Privatpersonen initiiert worden. Einer von ihnen war Bernhard Rosenkranz (1959–2010). Einige Beispiele seines vielfältigen Engagements sollen an Bernhard erinnern.

 



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