Buchladen Männerschwarm

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Unsere Veranstaltungen

Verkaufsoffener Sonntag mit Frau Emmi

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emmiSonntag, 4. Januar, 13 bis 18 Uhr
im Buchladen Männerschwarm

Der erste verkaufsoffene Sonntag im Jahre 2015 wird unsere letzter sein. Und ist damit der perfekte Starttag für unseren Ausverkauf. Ab dem 4. Januar gibt es im Laden 50% auf alles! Außer Tiernahrung! (Sprich: Unser Furry-Sortiment und alle Kundenbestellungen.)
Egal ob Bücher, DVDs, Bildbände, Comics oder Magazine, das gesamte Sortiment muss raus! Zudem werden wir unsere Schränke leeren und bisher nur im Internet angebotenen Raritäten auch den Ladenbesuchern zugänglich machen.
Unterstützt werden wir an diesem Tag von Frau Emmi, einer ansehnlich gealterten Kammersängerin, die den Buchladen schon viele Jahre als Freundin begleitet. Sie wird heiter und gefasst mit uns die Restbestände "an den Mann und die Frau" bringen. Und für Widmungen in Büchern (oder wahlweise auf Körperteilen) zur Verfügung stehen. Ohne Begleitung werden wir sie kaum zu einer Gesangseinlage überreden können. Reichlich, wenig damenhafte, Witze wird sie aber mit Sicherheit im Gepäck haben.

 

“Lenni in’t Glück. De dulle Geschicht över veer Jungs vun ganz unnen“

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claus peter rathjenClaus-Peter Rathjen liest aus dem neuen Roman von Hans-Joachim Meyer

Mittwoch, 7. Januar 2015, 20 Uhr
im Buchladen Männerschwarm

Wer die Erzählungen von Hans-Joachim Meyer kennt, weiß, dass es schwule Literatur auch auf Plattdeutsch gibt. Meyer schrieb mit "De Liek vun'n Hastedtplatz" den ersten schwulen Krimi auf Plattdeutsch, verfasste mehrere schwule Erzählungen, deren Schauplatz meistens das „Städtchen“ Harburg südlich der Elbe ist und übersetzte den schwedischen Gender-Jugendroman „Jan, mein Freund“ ins Plattdeutsche.

lenniJetzt ist mit „Lenni in’t Glück“ Meyers neuester Roman erschienen, aus dem Claus-Peter Rahtjen an diesem Abend lesen wird. Im Mittelpunkt des Romans steht der elternlos, in einem Kinderheim aufgewachsene Lenni. Nachdem er aus dem Heim ausgerissen ist, lebt er mit anderen Jungs in St. Pauli auf der Straße. Dann wird er straffällig und landet in einem geschlossenen Heim für jugendliche Kleinkriminelle. Dort wird Yusuf sein bester Freund, und als Yusuf und bald auch Lenni entlassen werden, zieht Lenni zu Yusuf und dessen Eltern nach Harburg. Er beginnt eine Klempnerlehre, freundet sich mit Wanda an und findet Gefallen an ihr. Aber bald merkt Lenni, dass die Liebe ihre ganz eigenen Wege geht...

Hans-Joachim Meyer wurde in Insterburg geboren, lebt aber seit 1951 in Harburg und lernte dort "Platt". Er veröffentlichte Erzählungen u.a. im Wachholtz-Verlag, im Hinstorff-Verlag. Zuletzt erschien 2007 der Band "Horborg kann mi geern hebben! un anner plattdüütsche Vertellen.“ Hans-Joachim Meyer wird an diesem Abend anwesend sein.

Claus-Peter Rathjen wurde in Hamburg geboren, er ist u.a. Mitbegründer der Operetten Compagnie Hamburg. Seit 2006 ist er als freier Schauspieler in diversen Film- und Fernsehproduktionen tätig; er macht seit 2008 die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Museum Elbinsel Wilhelmsburg. Lesungen in Hoch- und Plattdeutsch für Kinder und Erwachsene nehmen einen besonderen Stellenwert ein, im Männerschwarm hat er nereits zwei Veranstaltungen mit den Geschichten Hans-Joachim Meyers bestritten.

 

Schwule Kulturrevolution - Ein Rückblick

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Bartholomae Foto MSKVortrag und Diskussionsveranstaltung mit Joachim Bartholomae

Donnerstag, 15. Januar 2015, 20 Uhr
im Buchladen Männerschwarm

Als 1969 der § 175 entschärft wurde, begann die Geschichte schwuler Verlage und Buchläden. Zuerst kümmerten sich kommerzielle Firmen um den neuen Wirtschaftsfaktor, dann machte sich die Schwulenbewegung daran, ihre eigenen Läden zu gründen. Verlage und Buchläden investierten viel ehrenamtliche Arbeit in die Archäologie der schwulen Kultur als wichtigen Teil unserer Geschichte und in die Artikulation zeitgenössischer Autoren, die die politische Arbeit begleiteten - und viele Schwule waren begierig darauf, über diesen Weg an ihrer Identität zu arbeiten. Manche werden es erlebt haben: spät nachts wurde in Kneipen über neue Bücher diskutiert, Autorenlesungen waren mit hundert Zuhörern wichtige Ereignisse.

9783863001513Die bevorstehende Schließung des Buchladens Männerschwarm läutet das Ende dieser Epoche ein. Wie wir schon in unserer Presserklärung zur Schließung geschrieben hatten, soll es nicht um Nostalgie und Trauer gehen, sondern auch um den Blick nach vorn, um die Frage: Was kommt jetzt?

Joachim Bartholomae hat von 1985 bis 2002 im Buchladen Männerschwarm gearbeitet, seit 1992 engagiert er sich für den Männerschwarm Verlag. Für die "Geschichte der Schwulen in Deutschland seit 1945" hat er den Versuch unternommen, die schwule Verlags- und Buchhandelsszene seit 1969 zu erforschen, das Ergebnis dieser Arbeit ist in dem Buch "Zwischen Integration und Autonomie" (hg. v. Pretzel/Weiß) und in einer Chronik des schwulen Buchhandels (PDF als Download) veröffentlicht.

Sinn der Veranstaltung ist es, die inzwischen weitgehend vergessene Geschichte der schwulen Printmedien in Erinnerung zu rufen bzw. den Jüngeren zu berichten, um daraus Perspektiven auf die zukünftige Entwicklung zu gewinnen. Die Schwulen Buchläden sind seit 1978 die einzigen autonomen schwulen Kultureinrichtungen gewesen, sie haben ohne öffentliche Förderung ganzjährig sechs Tage die Woche schwule Kultur in allen Darreichungsformen präsentiert. Wer wissen will, wie das funktioniert hat, ist herzlich eingeladen.

 

Fussel-Samstag mit flauschigen Verkaufsassistent_innen

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Darf ich helfen byNanokSamstag, 17. Januar, 12 bis 18 Uhr
im Buchladen Männerschwarm

Über zwei Jahre lang war der Fussel-Samstag jeden dritten Samstag im Monat eine Bereicherung des Treibens auf der Langen Reihe. Unser Tag für Furries, Fursuiter und Freunde hat viele bunte „Gestallten“ in den Laden und auf die Lange Reihe und/oder an die Alster gebracht. Zum wirklich letzten Fussel-Samstag im Männerschwarm stehen die Fursuiter dieses mal aber nicht vor, sondern hinter der Kasse. Ein Drache, ein Vogel, eine Ratte und noch manch anderes flauschiges „Getier“ wird uns beim Ausverkauf zur Seite stehen. Und obwohl das Furry-Sortiment an allen anderen Tagen vom Ausverkauf ausgenommen ist, gibt es heute auf alle unsere Comics und Romane für Furryfreunde 15% Rabatt!

 

Emil Mario Vacano und Emmerich Graf Stadion– ein homosexuelles Freundespaar?

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VacanoStadion

Lesung mit Wolfram Setz

Donnerstag, 22. Januar 2015, 20 Uhr
im Buchladen Männerschwarm

Ein junger Mann, der (auch) als Kunstreiterin aufgetreten ist und umsattelt auf den Pegasus; ein Verfasser pikanter Geschichten, der auch kirchenkritische Bücher schreibt – Aspekte wie diese prägen Leben und Werk des Emil Mario Vacano (1840–1892).

Wolfram Setz hat erstmals eine biographische Annäherung auf der Grundlage authentischer Zeugnisse gewagt.

Ausgangspunkt war, was seit den Tagen von Magnus Hirschfeld als ausgemacht galt und gilt: Der Erzähler Emil Mario Vacano und der Lyriker Emerich Graf Stadion (1838–1901) sollen ein »homosexuelles Freundespaar« gewesen sein.

Was ein Foto eindeutig zu beweisen scheint, führt zu höchst unterschiedlichen Spuren im Leben und Werk der beiden Autoren.

Seit zwanzig Jahren durchforstet Wolfram Setz Archive und Bibliotheken nach Schätzen aus der Geschichte „schwuler“ Literatur, um sie dem Vergessen zu entreißen und erneut einem Publikum zugänglich zu machen. Eine erstaunliche, international hoch geschätzte Sammlung ist dabei in der Zwischenzeit zusammengetragen worden: die „Bibliothek rosa Winkel“. Die beiden jüngsten Veröffentlichungen in dieser Reihe sind Vacanos Roman „König Phantasus“ über König Ludwig II (hinter dessen schillerndem Leben sich der Autor nicht zu verstecken bräuchte) und Wolfram Setz’ biografische Skizze über Emil Mario Vacano.

 

Männerschwarm sagt Tschüss

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flyer frontSamstag, 24. Januar 2015, ab 14 Uhr
im Buchladen Männerschwarm

Am Samstag wollen wir mit Freunden, Kollegen und Gästen im dann hoffentlich fast leergeräumten Ladenlokal auf 34 Jahre schwuler Buchladen in Hamburg anstoßen. Wir sagen Danke und erwarten unerwartete Verwicklungen, kuriose Albernheiten und große Gefühle. Was unsere Besucher und Gäste wiederum erwarten dürfen, ist spätestens Anfang Januar auf unserer Website nachzulesen.

 

Max Zelck: Lehrer, Jugendpolitiker und Denunziant homosexueller Zeitschriften

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gottfriedlorenzDienstag, 27. Januar 2015, 19 Uhr
mhc, Borgweg 8

Ursprünglich hatten wir auch für den November 2014 wieder einen Vortrag mit Gottfried Lorenz im Buchladen geplant. Aus Anlass seines 75. Geburtstags jedoch haben wir die Veranstaltung auf den 27. Januar 2015 und in die größeren Räume des Magnus-Hirschfeld-Centrums verschoben. So kann Gottfried Lorenz den Vortrag mit einer kleinen Feier verbinden: u.a. soll auf den Beginn seines neuen Lebensabschnitts vor 10 Jahren angestoßen werden!

maxzelck
Thema des Vortrags soll der Hamburger Sozialdemokrat und Jugendpolitiker Max Zelck werden. Zelck hatte sich durch sein Engagement für Jugendfürsorge und die Jugendweihe nach 1945 in Hamburg einen Namen gemacht. Weniger bekannt ist sein letztlich erfolgreiches Bestreben, die durchaus blühende schwule Presse der 50er-Jahre in Hamburg zu zerschlagen (Indizierung der Zeitschrift "Die Freunde" u.a.). Um diesen Teil des Zelckschen Wirkens soll es an diesem Abend gehen.

"In unerhörter Frechheit spannt man geistige Größen, wie Goethe, Hölderlin, Wolt Whitmann [sic], ja sogar Maria Ebner- Eschenbach vor die Lasterkarre und betritt damit Wege raffiniertester Täuschung. Wolt Whitmann als Kronzeugen für die Abirrung als 'verehrungswürdiges Vorbild' hinzustellen, bedeutet einen Missbrauch, der an sich schon strafbar wäre. Die Zeitschrift verfolgt nur den einen Zweck, für die Homosexualität zu werben; sie ist in ihrer Aufmachung unecht und unsauber; sie erweckt in Jugendlichen Lüsternheit und ist damit ein gefährliches Mittel der Verführung." (Max Zelck über "Die Freunde")

 



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