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Manfred Herzer

Magnus Hirschfeld

Leben und Werk
eines jüdischen, schwulen und
sozialistischen Sexologen

Bibliothek rosa Winkel Bd. 28
Zweite, überarbeitete Auflage
mit zahlreichen Abbildungen,
288 Seiten, kartoniert, € (D) 16,00
ISBN 3935596286

Pressestimmen



portofrei bestellen bei www.gaybooks.de

Magnus Hirschfeld (1868-1935), vor allem bekannt als Schriftsteller und Pionier der Sexualwissenschaft, war jüdischer Herkunft, sozialdemokratischer Reformpolitiker, Repräsentant der Schwulenbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts und unermüdlicher Agitator gegen den § 175. Er wurde verehrt und verfolgt, gefeiert und angefeindet. 1931 sah er sich genötigt, Deutschland zu verlassen; er starb im Exil.

Manfred Herzers Biografie wurde für die Neuauflage durchgehend überarbeitet und um ein Kapitel über die "Hirschfeld-Forschung in den neunziger Jahren" ergänzt. Der neu gestaltete dokumentarische Teil enthält bisher unbekannte Zeugnisse.

Er war ... Realist, Tatsachenkopf, Mann der direkten Methode, Deskriptor, Empiriker. ... ein Aufklärer war er ... Beschreiber und Ordner von Tatsachen, auf die bis dahin der Blick gemeinhin nicht fiel noch fallen mochte.
Kurt Hiller (1935)

Manfred Herzer, geb. 1949, lebt als Bibliothekar in Berlin, Herausgeber von Capri - Zeitschrift für schwule Geschichte.
Dieser Titel kann bei Libreka Volltextsuche teilweise eingesehen werden.


Pressestimmen

Es ist die einzige deutschsprachige Biographie über den schwulen Sexualwissenschaftler , der zu Beginn des 20. Jahrhunderts versuchte, sexualpolitisch aufzuklären und vehement gegen den Paragraf 175 kämpfte
Queer 11/2001

(Herzers)Standardwerk gibt auch Einblick darüber, wie Medizin, Psychoanalyse, Politik (insbesondere der Faschismus und die Sozialdemokratie) sich zu Lebzeiten Hirschfelds zur Homosexualität verhielten. Die Neuausgabe wurde um bisher unbekannte Zeugnisse sowie um ein Kapitel über die "Hirschfeld-Forschung in den neunziger Jahren" erweitert.
Axel Schock in Hinnerk 11/2001

Als Geschichtsbuch für diejenigen interessant, die nicht glauben können, dass es vor "Stonewall" auch schon schwules Leben gab.
Adam 12/2001

Unverzichtbares Buch für alle an Bewegungs- und Wissenschaftsgeschichte Interessierten!
Lambda-Nachrichten 1/2002

Es ist die einzige deutschsprachige Biografie über den schwulen Sexualwissenschaftler ...
Christian Scheuss in Queer 11/2001

Pressestimmen zur Erstausgabe

Manfred Herzer versucht im Stile einer biographie intellectuelle, das Werk des Sexualwissenschaftlers und das Wirken des Sexualreformers (weniger mithin sein Leben) wieder vor Augen zu führen. (...)
(Das Buch) ist instruktiv, gut geschrieben und mit einem Bildteil und einem Sach- und Personenregister ansprechend aufgemacht. Herzers Verdienst ist es, einen weithin vergessenen Sexualwissenschaftler bei aller Zeitgebundenheit an die Gegenwart herangerückt zu haben.
Rembert Unterstell in: Archiv für Sozialgeschichte, 1994

Der Untertitel des Buchs - "Leben und Werk eines jüdischen, schwulen und sozialistischen Sexologen" - mag ein wenig denunziatorisch klingen. Er erinnert jedoch nicht nur an die unsägliche Propaganda, der sich der Doktor seitens der Nazis ausgesetzt sah. Er markiert auch die Pole, zwischen denen er seinen Weg finden musste, deutet auf die Macht der Vorurteile, die ihm auch von seinen Mitstreitern entgegengebracht wurden. Hirschfeld kämpfte für die Belange der Homosexuellen, war selbst ein schwuler Mann, doch hat er sich nicht öffentlich dazu bekannt. Er war Mitglied der SPD, hatte Kontakte zu den Kommunisten, und doch ergaben sich gerade in der Homosexuellenfrage auch Konflikte mit der politischen Linken. Er war jüdischer Herkunft, ohne sich als gläubigen Juden zu begreifen, und doch brandmarkte die Schwulenzeitschrift "Der Eigene" seine "orientalische Einstellung", betonte, dass er "als Jude der ungeeignetste Führer einer Bewegung gegen den § 175" sei. (...)
Manfred Herzer nähert sich Hirschfeld aus detaillierter Kenntnis, bewahrt aber auch die nötige Distanz, um ihn einer differenzierten historischen Wertung zugänglich zu machen. Er geht in seiner Monographie nicht streng chronologisch vor, sondern wählt systematische Aspekte wie "Judentum", "Sozialdemokratie", "Homosexualität", Psychoanalyse" und andere als Gliederungspunkte. Das hat zwar zur Folge, dass er gelegentlich etwas hin- und herspringen muss, dass die organische Einheit des Ganzen etwas aus dem Blick gerät und mache Dinge auch wiederholt, in dem einen Zusammenhang kurz angerissen, im anderen weiter ausgeführt werden. Doch gelingt es Herzer insgesamt, die spezifischen Aspekte in Leben und Werk Hirschfelds deutlich herauszuarbeiten.
Deutschlandfunk

 
 


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