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Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) war der erste, der eine Theorie der Homosexualität (Uranismus) entwickelte und in seinen Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe vertrat. Er nahm als "erster Schwuler der Weltgeschichte" (V. Sigusch) viel von dem vorweg, was die spätere Emanzipationsbewegung der Homosexuellen ausmachen sollte. Hubert Kennedy hat mit seiner auf Deutsch erstmals 1990 erschienenen Biografie Karl Heinrich Ulrichs dem historischen Bewußtsein zurückgegeben. Die vorliegende Neuauflage ist nicht nur durchgehend überarbeitet, sondern berücksichtigt zahlreiche neue Erkenntnisse und Zeugnisse.
"Carl Heinrich Ulrichs, der große opfermutige Vorkämpfer für die Befreiung der gleichgeschlechtlich Liebenden von gesetzlicher Verfolgung und gesellschaftlicher Ächtung." Magnus Hirschfeld (1925)
Das faktenreiche Buch Hubert Kennedys über den lang vergessenen Urvater der homosexuellen Emanzipationsbewegung gibt Aufschluss über das Leben Homosexueller vor der Jahrhundertwende und wurde gegenüber der Erstausgabe um neue Materialien ergänzt. ... stützt sich Hubert Kennedy in seiner Biografie über Karl Heinrich Ulrichs ganz auf Fakten. Diese sind spannend genug und zeigen das Leben eines engagierten Juristen, der versucht, seine Berufskollegen davon zu überzeugen, dass Schwule zu Unrecht bestraft werden. ... Hubert Kennedy hat seine bereits vor zehn Jahren zum ersten Mal erschienene Biografie inzwischen mit vielen zusätzlich erschlossenen Quellen zu einem umfangreichen Band erweitert. Die erweiterte Neuausgabe der Biographie berücksichtigt zahlreiche neuere Forschungsergebnisse und zeigt zugleich beeindruckend die Rezeption dieses Vorkämpfers für die Befreiung von staatlicher und gesellschaftlicher Unterdrückung. Pressestimmen zur Erstausgabe: Fast einhundert Jahre nach dem Tode des mutigen Juristen und Vorkämpfers für homosexuelle Rechte erscheint seine erste Biographie - verfaßt nicht von einem Deutschen, sondern von einem Amerikaner, Hubert Kennedy, einem Medizinhistoriker [!]. Akribisch stellt er in seinem Buch die Stationen von Ulrichs Leben nach, die sein Wirken und seine Theorie von "Dritten Geschlacht" prägen sollten. Erst die sozialhistorische Schwulenforschung der letzten 15 Jahre hat unsere Aufmerksamkeit auf einen Mann gelenkt, der seit den Zeiten Magnus Hirschfelds praktisch völlig in Vergessenheit geraten ist. Karl Heinrich Ulrichs (1825 - 1895), deutscher Jurist und Schriftsteller, war der erste, der sich umfassend und mit allen ihm zur Verfügung gestandenen Mitteln für die Rechte Homosexueller eingesetzt hat. In seiner glänzenden Biographie versucht Hubert Kennedy, uns die Person Ulrichs' unter drei Gesichtspunkten, die in engem Zusammenhang stehen, näher zu bringen: Ulrichs als entschlossener Kämpfer für Gleichberechtigung und soziale Anerkennung Homosexueller; Ulrichs als Forscher und erster Theoretiker der Homosexualität; und schließlich Ulrichs als offen Schwuler. Dabei gelingt es Kennedy, diese Ebenen nicht als drei distinkte Bereiche im Leben Ulrichs' zu behandeln, sondern ihnen die Bedeutung beizumessen, die sie für Ulrichs vermutlich tatsächlich besaßen, nämlich unterschiedliche Aspekte im Streben nach individueller und kollektiver Emanzipation zu sein. So gesehen bilden Leben und Werk von Ulrichs eine untrennbare Einheit, bei der das Eine ohne das Andere nicht verstanden werden kann.… Der einschlägig bekannte Enke-Verlag in Stuttgart, der schon vor hundert Jahren Krafft-Ebings "Psychopathia sexualis" herausgab, legt nun die erste Biografie Karl Heinrich Ulrichs' vor. Ihr Autor, der amerikanische Schriftsteller Hubert Kennedy, hat zehn Jahre lang die verwehten Spuren des Pioniers der modernen Schwulenbewegung erforscht und legt nun in einem schönen und angenehm lesbaren Buch das gesamte derzeit verfügbare Wissen über den zu Unrecht Vergessenen vor. © Männerschwarm - 1999 - 2012 -Lange Reihe 102 - 20099 Hamburg |