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«Schwule Literatur«


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Georg Klauda

Die Vertreibung
aus dem Serail

Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

Kartoniert
168 S., EUR 16,00

ISBN 987-3-939542-34-6


Ebook im PDF-Format:
EUR 9,99



Pressestimmen





Buch portofrei oder als Ebook bestellen bei
www.gaybooks.de

Das Ende von "1001 Nacht"

Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung Homosexueller immer wieder in den Blickpunkt der westlichen Medien, die solche Vorfälle gern als Zeichen kultureller Rückständigkeit interpretieren. Einige Bundesländer schlugen deshalb vor, Muslime im Einbürgerungsverfahren nach ihrer Einstellung zu Homosexuellen zu befragen. Zeigen sich deklassierte Halbstarke aus Migrantenfamilien aggressiv gegenüber Schwulen, werden reflexhaft religiöse Motive unterstellt.

Dabei beschworen Homosexuelle die Kultur des "Orient" noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als ein tolerantes Gegenbeispiel zu den Jahrhunderten religiöser und säkularer Verfolgung in Europa. Die klassische arabische Liebeslyrik z.B. ist voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, die man in der Literatur des "aufgeklärten" Abendlands vergeblich sucht. Man mag kaum glauben, dass sich die Lebensweise in islamischen Gesellschaften in einer so kurzen Zeitspanne auf so einschneidende Weise geändert haben soll. Doch gerade diejenigen, die mit dem Finger auf die Homophobie der islamischen Welt zeigen, gehen jeder Erklärung dieses Wandels aus dem Weg.

Anhand zahlreicher historischer und aktueller Quellen belegt der Autor, dass die Schwulenverfolgung in Ländern wie Iran und Ägypten weniger das Relikt einer vormodernen Vergangenheit ist. Vielmehr handelt es sich um das Resultat einer gewaltsamen Angleichung an die Denkformen ihrer ehemaligen Kolonialherren, die Homosexuelle im Prozess der Modernisierung erstmals identifiziert, benannt und zum Objekt staatlichen Handelns gemacht haben. Homophobie ist eine Erfindung des christlichen Westens, die im Zuge der Globalisierung in die entlegensten Winkel dieser Welt exportiert wird.

Georg Klauda, geb. 1974 in der Nähe von Bamberg, studierte Soziologie, Neuere Geschichte und Linguistik in Erlangen und Berlin. In den 90er Jahren engagierte er sich als Schwulenreferent im AStA der Freien Universität und beteiligte sich an der Gründung der Zeitschrift "Gigi". Heute publiziert der Diplomsoziologe in Zeitschriften wie "Phase 2", "Arranca", "Inamo" und "MRZine" über Themen wie Homophobie, Rassismus und Islamophobie.



Dieser Titel kann bei Libreka Volltextsuche teilweise eingesehen werden.

Pressestimmen

Eine der wenigen Arbeiten zu diesem Thema, die der Versachlichung des Diskurses dienen, die die Oberflächlichkeiten, die hierzu wild grassieren, beiseite schiebt bzw. kritisch analysiert, Projektionen und eurozentristische Denkmuster hinterfragt und somit einen wichtigen und produktiven Beitrag gegen essentialistsiche Parolern und stereotypisierende Hetze leistet, ohne den Blick auf die Realität zu verlieren.
Sebastian Kalicha

Unbequemer Stoff, erweitert den Horizont.
Du & Ich

Endlich ein vernünftiger Beitrag zur aufgeheizten Debatte über Homosexualität und Islam. (...) Klauda stellt die richtigen Fragen.
Christian Scheuß auf Queer.de

Ein intelligenter Beitrag zur aktuellen Debatte über Homophobie bei islamischen Jugendlichen.
Siegessäule

Ein sehr empfehlenswerter Beitrag.
Markus Bernhardt in Junge Welt

... 170 Seiten, auf denen knallt's und scheppert's ganz famos, und das auf hohem theoretischen Niveau.
Dirk Ruder in Gigi

Ein spannendes, wissenschaftliches Buch.
XTRA


 
 

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