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Paul auf Mykonos, Sonne, Strand und Männer: das vertraute Ralf-König-Gefühl. Soweit das Vorspiel. Dann die Frage: Wo ist Konrad? Viel später erst erfahren wir: Konrad ist mit seinem Gesangsschüler Siegfried auf Kreta, die Freunde haben sich zerstritten. Zurück in Köln, frischt Paul eine alte Affäre mit Herbert auf. Paul findet Herbert mehr als geil, er spürt, daß sich hier eine neue Beziehung anbahnt, und er tut das Nächstliegende: weglaufen. Erst auf der Beerdigung eines gemeinsamen Freundes treffen die beiden sich wieder. Um den Frust der Familienfeier loszuwerden, zieht die schwule Trauergemeinde in die Kölner Sub, und Paul hält eine flammende Ansprache: Es gibt kein menschenwürdiges Leben ohne den Austausch von Körperflüssigkeiten. Die Euphorie ist jedoch von kurzer Dauer. Das Beziehungskarussel dreht sich weiter, und Paul muß erfahren, daß ihm Herbert etwas wichtiges verschwiegen hat. Seit zehn Jahren zeichnet Ralf König Geschichten von Konrad und Paul. Jetzt ist Bewegung in die Beziehung gekommen, die Figuren entwickeln sich weiter. Der genaue Blick auf den Alltag und die Macken der Mitmenschen bringt wunderbar komische Szenen hervor. Nach "Jago", seiner ganz persönlichen Liebeserklärung an Shakespeare, ist Ralf König wieder im schwulen Alltag hier und heute angekommen. Von „Bullenklöten", dem Vorgänger von „Super-Paradise", wurden bisher mehr als 90.000 Exemplare verkauft - jetzt geht's weiter! Leserstimmen
Pressestimmen"Wieder verbindet König krachende erotische Phantasien mit einer ganz normalen Alltagsgeschichte", schreibt EXTRALIBUR, "ein wunderbarer Ralf König" schreibt FIRST. MÄNNER AKTUELL würdigt über das allgemeine Lob hinaus die "Erzähltechnik": "Wie erwartet, ist SUPER PARADISE wie ein Storyboard gezeichnet. Diesmal kommentieren die Figuren sogar die Handlung ("das habe ich mir bei Woody Allan abgeguckt"), ein Novum, das die stringente Erzählweise immer wieder auf angenehme Weise unterbricht. Rundum ein emotionales Ding, das sehr bewegt." Sind ansonsten Presseressonanzen über die schwulen Medien hinaus immer noch die Ausnahme, wird ein neuer "Ralf König" immer auch über die Sznene hinaus wahrgenommen. Begeistert hat uns die Rezension im DEUTSCHEN ALLGEMEINEN SONNTAGSBLATT von Tim Schleider. Was sollte er loben, fragt er, zählt einige Dinge auf und fährt fort: "Aber eigentlich genügen vier Worte: SUPER PARADISE ist meisterhaft. Denn Ralf König kann es: Witze über einen Menschen machen, der auf Seite 156 erfährt, dass er HIV-posiitv ist. Wirklich, es geht! Und auf Seite 196, man glaubt es kaum, geht die ganze Geschichte auch noch RICHTIG GUT aus. Schnief! Kann man am Ende eines Comic-Bands tief be- und gerührt sein? Der Rezensent jedenfalls konnte." Und schließlich lesen wir von Andreas Knigge in der FRANKFURTER RUNDSCHAU:
Auch Ralf Königs neues Buch beginnt wieder mit einem Feuerwerk witziger Einfälle und bissiger Sprüche. Denn natürlich läßt sich Paul auch im Super Paradise auf Mykonos sofort den Kopf verdrehen. Doch dann kommt mit einem Schlag alles ganz anders. Kaum wieder zu Hause, erfährt Paul noch auf dem Flughafen, daß sein Freund Klaus gestorben ist. Gleich nach der Beerdigung beschließt er, den Test zu machen. Das Ergebnis ist positiv. "Paul ist eine Figur, in der sich viele meiner Leser wiedererkennen", sagt Ralf König über sein neues Buch. "Jeder ist mal unvorsichtig, macht hier eine Ausnahme oder vergißt sich da, und das wird dann schnell verdrängt. Diese 'Ich doch nicht'-Haltung wollte ich mit meinem neuen Buch thematisieren. Und da ich das konsequent tun wollte, habe ich es Paul als eine der beiden Hauptfiguren treffen lassen." © Männerschwarm - 1999 - 2012 -Lange Reihe 102 - 20099 Hamburg |