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Detlev Meyer

Stern in Sicht

50 Gedichte

ISBN 3 928983 62 8
geb.
64 S., € (D) 17,00

Pressestimmen

zum Autor

Stern


portofrei bestellen bei www.gaybooks.de

Wir gehen alle mit der Zeit

Stern in Sicht versammelt Miniaturen über schwulen Alltag in Berlin, Phantasien über Ausbrüche in andere Welten, Erinnerungen an Freunde. Eine leichte Verwunderung darüber, wie unerbittlich ein gutes Leben durch Krankheit gefährdet und zerstört werden kann, prägt die Wahrnehmung der eigenen Situation. Ohne jedes Pathos, ohne die Grenzen von Diskretion und Privatsphäre zu überschreiten, erlauben Meyers Gedichte überaus anschauliche Einblicke in ein von Aids gezeichnetes Leben.

Es läßt sich nicht leugnen, wir leben in schlechten Zeiten für Lyrik. Umso erstaunlicher ist die große Resonanz bei Presse und Publikum, die Detlev Meyer mit seinen Gedichtbänden immer wieder auslöst. Seit seiner ersten Veröffentlichung 1981 gelingt es ihm mit scheinbar größter Leichtigkeit, das Lebensgefühl der Zeitgenossen mit feiner Ironie darzustellen.

Der Wandel der Zeit hinterläßt seine Spuren auch in Meyers Gedichten. Als die wilden achtziger Jahre in die Aidskrise mündeten, wurde sein Tonfall nachdenklicher, aber seine Grundeinstellung der Suche nach der poetischen Seite der Wirklichkeit hat sich nicht geändert.


Pressestimmen


"Der kesse Bezauberer, der auch die Ungereimtheiten des Schicksals ins geschmeidige Versmass zwingt, offensichtlich inspiriert von Heine und George, wechselt virtuos von traditionellen Formen zu grimmiger Eigenständigkeit." (Mario Wirz in "Neues Deutschland".)

"Meyers Stärken liegen in der Mischung aus einer unstillbaren Sehnsucht nach Leben, Liebe und Freiheit und einer präzisen, selbstironischen Beobachtung eines Alltags, in dem genau dies wenig Chancen hat und allzu oft dem faulen Kompromiß geopfert wird. Die Gedichte des soeben erschienenen Bandes "Stern in Sicht" zeichnet so die Trauer über die Endlichkeit des Seins und zugleich eine trotzige Selbstbehauptung aus. (...) Aus dem Schweben zwischen Traum und Wirklichkeit wird immer öfter ein Spiel auf Leben und Tod. Ein Spiel mit Pointen, die berühren - und mit der Unausweichlichkeit versöhnen." (Freiburger "Zeitung zum Sonntag")

Sterne und Blut. Um beides kreisen immer wieder die neuen Gedichte Detlev Meyers. Blut, das verseucht ist und trotz aller Ernsthaftigkeit für ein Wortspiel taugt. Da tauchen in den Versen „blutige Anfänger" auf, ebenso wie „Blutbanken. Und die Sterne, die stehen für das überrirdische Glück, für den Rausch und auch für die Hoffnung. „Wird schon werden/ wird alles wieder gut. Vielleicht nicht hier/ auf Erden und nicht/ mit diesem Blut" – oft klingen diese Gedichte traurig, aber niemals resigniert oder larmoyant. Sarkasmus ist dem Berliner Dichter fern. Die Bitterkeit, die aus manchen der Texte spricht, ist gemildert. Es sind Momentaufnahmen eines schwulen Lebens, in dem viel geliebt wird (in schönen Bildern, schmeichelnden Versen und bisweilen ironischen Ehrerbietungen), in dem auch immer wieder mit der Krankheit gerungen wird. Verstorbene Freunde werden betrauert und die eigene Endlichkeit durch das Virus reflektiert. Das geht eigentlich ganz ohne Pathos von statten, um so mehr mit viel Stil und bemerkenswerter Eleganz. Ausgesprochen wird das Wort „Aids" nur ein einziges mal in diesen 50 Gedichten, und da legt es Meyer in den Mund einer „dummen Gans". Meyers Gedichte haben eine betörende Leichtigkeit und sie verströmen trotz ihrer Ernsthaftigkeit ein Gefühl von Glück und Gelassenheit. Und sein leisem Humor mit gelegentlichem Hang zur Schlußpointe garantiert, daß diese Gedichte trotz perfekten Endreimen und Formbewußtsein auch jenen Menschen genüßliche Leseunterhaltung bietet, die ansonsten Lyrik ganz und gar nicht mögen.
Axel Schock in "Hinnerk"

 
 


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