Uranos
Blätter für ungeschmälertes Menschentum
Hg. von Ferdinand Karsch-Haack und René Stelter
1. Jahrgang (1921/22)
Mit einem Nachwort von SABINE SCHMIDTKE
Bibliothek rosa Winkel Bd. 32
kartoniert, 308 Seiten,
24,00 € (D) / 24,70€ (A) / 40,90 CHF
ISBN 3-935596-32-4
Leseprobe
Pressestimmen
zum Herausgeber
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Zum Nutzen und Frommen der Allgemeinheit
und zum Wohlbefinden der Uranier
Im Jahr 1870 startete Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) das Projekt der ersten "urnischen Zeitschrift": Uranus. Das Vorhaben scheiterte schon nach dem ersten Heft.
50 Jahre später griffen der Historiker Ferdinand Karsch-Haack als "Leiter für Wissenschaft und Kritik" und der Literat René Stelter als "Leiter für Lebensgestaltung und Belletristik" die "Lieblingsidee" von Karl Heinrich Ulrichs wieder auf; ihre Zeitschrift Uranos erschien zwischen 1921 und 1923.
Vollständig liegt nur der erste Jahrgang (1921/22) vor; schon der zweite Jahrgang (1922/23) blieb ein Torso.
Der Uranos sollte die Zeitschriften der "Bewegung" ergänzen:
"Wir beabsichtigen . . . zu zeigen, wie sich Gesellschaft und Staat vergangener und gegenwärtiger Zeit in den einzelnen Staatswesen zu der Erscheinung des Uranismus gestellt haben und wie es häufig in vollendeter Weise gelungen ist, das Uraniertum zum Nutzen und Frommen der Allgemeinheit wie zum Wohlbefinden der Uranier zur Geltung zu bringen."
Der Band sollte in keiner Bibliothek der sexualwissenschaftlich Forschenden fehlen.
Jens Dobler in Zeitschrift für Sexualforschung
Aus dem Programm:
Der Uranos strebt an, in erster Linie Beiträge zur metaphysischen Klärung des Uranismus zu bringen, Ideen, Versuche und Forschungsresultate auf diesem Gebiete zu veröffentlichen. Weiter will er an der soziologischen Begründung des Uranismus arbeiten durch Aufdecken fast unbekannter und von der Mehrheit nicht beachteter einschlägiger Tatsachen aus dem Kultur- und Völkerleben. Die naturwissenschaftliche Forschung wird kritisch gewürdigt. Über führende Geister und bekannte Persönlichkeiten der Vergangenheit wird Biogrammatisches und Kritisches gebracht, das ihr Leben und Schaffen aus ihrer Natur heraus oder ihre Stellungnahme zur Uranität beleuchtet. Ein wesentlicher Abschnitt der Zeitschrift ist gediegener Belletristik gewidmet, deren Vorwurf aus der Wirklichkeit des Lebens geschöpft ist, oder, bei symbolischer Gestaltung, in jenen vielen Uraniern eingeborenen Trieben und Kräften zur Einheit und Erkenntnis im Allgemein-Menschlichen wurzelt. In Berücksichtigung dieser Geistesrichtung finden auch Aufsätze über Mystik, Lebensweisheit und Lebensgestaltung - zugleich ein Beitrag und eine Mitarbeit im uranischen Geiste an allgemeinen Kulturproblemen - in der Zeitschrift Raum.
© Männerschwarm - 1999 - 2012 -Lange Reihe 102 - 20099 Hamburg
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