DLA Marbach würdigt Karl Heinrich Ulrichs

Aktuelles | | Lesezeit: 2 min

Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach hat anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Heinrich Ulrichs drei Ausstellungsvitrinen in der Marburger Passage für den Jubilar eingerichtet.

Ausstellungsvitrine in Marbach – mit einer Collage von Rinaldo Hopf sowie den Ulrichs-Bänden Forschungen und Auf Bienchens Flügeln aus der Bibliothek rosa Winkel Foto: DLA / Anja Bleeser

In der Marbacher Passage lädt das Deutsche Literaturarchiv (DLA) in Schauvitrinen zur Entdeckung literarischer Fundstücke, Unikate und Originale ein. Die Themen der Ausstellungen wechseln regelmäßig und nehmen in der Regel Bezug auf aktuelle Anlässe. Zum 200. Geburtstag von Karl Heinrich Ulrichs am 28. August hat das DLA erstmals dem „ersten Schwulen der Weltgeschichte“ diese Ehre zuteil werden lassen.

In den drei Schauvitrinen der Ulrichs-Ausstellung sind Archivmaterialien und -fundstücke sowie ausgewählte Werke des Jubilars zu sehen, die einen Querschnitt von Ulrichs Schaffen und dessen Wirkung skizzieren. Neben Originalhandschriften, – ausgaben und zeitgenössischen Presseberichten sind auch die Bibliothek rosa Winkel-Bände Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe sowie Auf Bienchens Flügeln zu sehen. Einordnende Texte zu den Exponaten geben einen Eindruck von Ulrichs Schaffen und der anhaltenden Aktualität seiner Theorien. Die Ausstellung ist noch bis 22. September in der Marbacher Passage zu sehen.

Zum Ausstellungsort: Das Deutsche Literaturarchiv (DLA) ist das größte Literaturarchiv einer freien Trägerschaft in Deutschland. Es wurde 1955 gegründet und vereint u. a. Museumsbereiche, Autorenarchive und eine konservatorische Abteilung. Trägerverein ist die Deutsche Schillergesellschaft e. V.

Blick in die Marbacher Passage mit der Karl-Heinrich-Ulrichs-Ausstellung Foto: DLA / Anja Bleeser

Zur Person: Karl-Heinrich Ulrichs (1825 – 1895) wurde von Volkmar Sigusch als der „erste Schwule der Weltgeschichte“ bezeichnet. Nach Heinrich Hössli und vor Magnus Hischfeld vefasste er ein umfangreiches Werk und trat auch öffentlich – beispielsweise 1867 vor dem Deutschen Juristentag in München – für die Rechte der Homosexuellen ein. Nachdem Ulrichs lange mehr oder weniger in Vergessenheit trug Wolfram Setz, Gründer unserer historischen Buchreihe Bibliothek rosa Winkel (BrW), wesentlich zur Wiederentdeckung des Vordenkers Ulrichs ein, dessen Werk teilweise in der BrW neu aufgelegt wurde. Zum 200. Geburstag erschien der Gedenkband Invictus – Unbesiegt.

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