Andreas Meyer-Hanno - vom „Tuntenhasser“ zum Aktivisten der Bewegung

Sein Vater war „arisch“, die Mutter Jüdin. Bei Razzien der Gestapo wurde der 1932 in Berlin geborene Andreas Meyer-Hanno auf Dachböden versteckt. Sein Coming-out in den 1950er Jahren empfand der „Tuntenhasser“ als persönliche Katastrophe. Später machte er Karriere als Opernchef in Karlsruhe und Braunschweig, seit 1976 war er Professor an der Musikhochschule in Frankfurt. Unter dem Damokles-Schwert des §175 hatte er schwules Selbstbewusstsein entwickelt, unter seinem „Tuntennamen“ Hannchen Mehrzweck wurde er Aktivist der jungen Emanzipationsbewegung und gründete 1991 die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung, die schwule, lesbische und queere Projekte mittlerweile mit knapp 700.000 Euro gefördert hat. In der Schwulenbewegung hatte der 2006 verstorbene Meyer-Hanno es stets mit Jüngeren zu tun. Seine Vorträge und sein Engagement dienten deshalb immer auch dem Ziel, die Erinnerung an die Verfolgung und den Aufbruch der Bewegung wachzuhalten. Das Buch „Große Oper – Andreas Meyer-Hanno, die Schwulenbewegung und die Hannchen-Mehrzweckstiftung“ erzählt vom Leben dieses Kämpfers und dokumentiert Texte aus den Jahren 1968 bis 2001.

Detlef Grumbach, freier Journalist und Mitbegründer des Männerschwarm Verlags, stellt Hannchen Mehrzweck vor und liest aus dem Buch.

Begrüßung durch Daniel Born MdL. In Kooperation mit PLUS Rhein-Neckar e.V.

Und hier alle Infos zum Buch - auch "online reinlesen" mit Inhaltsverzeichnis!

Donnerstag, 18. Juli 2019, 19:00 Uhr.

Karlstorbahnhof

Aus der Reihe „Queer History“ beim 11. Queer Festival Heidelberg

Der Eintritt ist frei

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