Der Männerschwarm Verlag wurde 1992 aus dem Buchladen Männerschwarm heraus von Joachim Bartholomae, Hajü Köster, Tobias Völker und Detlef Grumbach gegründet. Seit 2003 wurde er von Joachim Bartholomae und Detlef Grumbach geführt.

Das Verlagsprogramm umfasst internationale Belletristik, Sachbuch und Erotik sowie Comicalben und Graphic Novels von Ralf König. Außerdem erscheinen gesonderte Reihen wie die Bibliothek rosa Winkel, die Edition Waldschlösschen und Invertito.  

Seit August 2018 ist der Männerschwarm Verlag Teil der Salzgeber Buchverlage GmbH mit Sitz in Berlin, zu denen auch der Albino Verlag und Bruno Books gehören. Unter dem gemeinsamen Dach wird von nun an Belletristik im Albino Verlag, Sachbuch im Männerschwarm Verlag, historische Reprints in der Bibliothek rosa Winkel, Bildbände in der Edition Salzgeber und Erotik bei Bruno Books erscheinen.  

Neben dem Berliner Büro der Salzgeber Buchverlage bleibt auch das Hambuger Büro bestehen.

 Auf dem Foto von links nach rechts:

Joachim Bartholomae, Soziologe, 1985-2002  Buchhändler im Buchladen Männerschwarm, bis August 2018 Geschäftsführer der Männerschwarm Verlags GmbH, seitdem Geschäftsführer der Salzgeber Buchverlage GmbH, Herausgeber und Übersetzer zahlreicher Bücher.

Wolfram Setz, Historiker, Herausgeber der Bibliothek rosa Winkel.

Alexander Hamann, Amerikanist, bis August 2018 Verleger des Albino Verlags, seitdem Geschäftsführer der Salzgeber Buchverlage GmbH.

Detlef Grumbach, Germanist, Buchhändler & freier Journalist, bis August 2018 Geschäftsführer des Männerschwarm Verlags GmbH.

Wie wird man Autor oder Autorin des Männerschwarm Verlags?
Wie wünschen wir uns die Kontaktaufnahme von Autoren?

  1. Wichtig ist ein Überblick über das Thema, also ein Exposé.
    Dieses soll kein Werbetext sein und keine geheimnisvollen Andeutungen enthalten, sondern gerade heraus sachliche Information liefern. Und zwar:
    (a) eine sehr kurze Inhaltsangabe (max. 1.500 Zeichen);
    (b) was einen selbst dazu treibt, sich mit dem Thema zu beschäftigen;

Männerschwarm ist 25 Jahre alt - aktuelle Broschüre zu unserem Selbstverständnis hier downloaden ...

 

... und hier der "zeitlose" Text

 

Der Ausgangspunkt

Heterosexuelle Schriftsteller sind dazu verdammt, von nichts anderem als Heirat, Scheidung und Geburt zu schreiben; schwule Schriftsteller haben die Freiheit, zum ersten Mal so viele lebendige und noch nie genannte Erfahrungen zu berichten – so beschreibt der amerikanische Schriftsteller Edmund White seinen Platz in der Gegenwartsliteratur. Das könnte vielleicht ein wenig übertrieben sein, aber in der Tendenz hat er recht: Wer von Literatur erwartet, mit neuen Aspekten der vertrauten Wirklichkeit konfrontiert zu werden, wird durch die Lektüre homosexueller Autoren sicherlich reicher belohnt als durch den soundsovielten Familienroman. Und wer als Leser außerdem selbst homosexuell ist, erfährt das große Glück, endlich Geschichten über sich und seinesgleichen lesen zu können. Denn obwohl männliche und weibliche Homosexuelle in den Medien, den Künsten, der Mode und selbst der Politik allgegenwärtig sind, gibt es einen Ort, wo man sie vergebens

"Yves Navarre hat einmal auf einem Kongress gesagt: Ich bin schwul. Ich bin Autor. Ich bin kein schwuler Autor. Seine Wort waren leider in den Wind gesprochen. Männerliebende Schriftsteller können sich drehen und wenden, wie sie wollen, ihre sexuelle Ausrichtung ist für die Heterosexuellen allemal ausdrucksstärker als ihre Werke. Ihre Literatur ist erst einmal schwul, und dann erst Literatur."

Das war ein Zitat von Detlev Meyer - aus einer kleinen Rede zum 5. Geburtstag des MännerschwarmSkript Verlags, in der er sich auf seine leichtfüßige ironische Art mit diesem merkwürdigen Phänomen "schwulen Bücher" auseinander gesetzt hat. "Promiskes Blättern" nannte er seine Schnurre.

Schwule Bücher also. Das Schwule gibt es nicht ohne das Heterosexuelle. Was ist eigentlich ein heterosexuelles Buch? Die Frage wurde so noch nicht gestellt. Aber wer auf die Website des Buchladens Männerschwarm schaut, findet dort bei den Lieblingsbüchern Monat für Monat auch die Rubrik "Das gute heterosexuelle Buch". So weltoffen

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Mehr erfahren OK