Joachim Bartholomae wurde 1956 geboren, studierte Soziologie an der Universität Bielefeld und arbeitete von 1985 bis 2003 als Buchhändler im Buchladen Männerschwarm.

Nach der Gründung des Männerschwarm Verlags im Jahr 1992 ist er dort für das literarische Programm, den Vertrieb und die Ökonomie zuständig. Er hat zahlreiche Bücher herausgegeben und Beiträge verfasst.

Außerdem ist er für verschiedene Verlage als Übersetzer tätig.

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(Foto: Jens Wormstaedt)

Detlef Grumbach wurde 1955 geboren, studierte Germanistik an der Universität Bielefeld und arbeitete seit 1982 bis 1990 als Buchhändler in der Internationalen Buchhandlung in Hamburg.

Nach der Gründung des Männerschwarm Verlags im Jahr 1992 ist er dort für das Sachbuch-Programm, die Pressearbeit und den Webauftritt  zuständig. Er hat zahlreiche Bücher herausgegeben und Beiträge verfasst.

Außerdem arbeitet er als freier Journalist und Literaturkritiker überwiegend für den Deutschlandfunk.

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(Foto: Jens Wormstaedt)

Wie wird man Autor oder Autorin des Männerschwarm Verlags?
Wie wünschen wir uns die Kontaktaufnahme von Autoren?

  1. Wichtig ist ein Überblick über das Thema, also ein Exposé.
    Dieses soll kein Werbetext sein und keine geheimnisvollen Andeutungen enthalten, sondern gerade heraus sachliche Information liefern. Und zwar:
    (a) eine sehr kurze Inhaltsangabe (max. 1.500 Zeichen);
    (b) was einen selbst dazu treibt, sich mit dem Thema zu beschäftigen;

Männerschwarm wird bald 25 Jahre alt - aktuelle Broschüre zu unserem Selbstverständnis hier downloaden ...

 

... und hier der "zeitlose" Text

 

Der Ausgangspunkt

Heterosexuelle Schriftsteller sind dazu verdammt, von nichts anderem als Heirat, Scheidung und Geburt zu schreiben; schwule Schriftsteller haben die Freiheit, zum ersten Mal so viele lebendige und noch nie genannte Erfahrungen zu berichten – so beschreibt der amerikanische Schriftsteller Edmund White seinen Platz in der Gegenwartsliteratur. Das könnte vielleicht ein wenig übertrieben sein, aber in der Tendenz hat er recht: Wer von Literatur erwartet, mit neuen Aspekten der vertrauten Wirklichkeit konfrontiert zu werden, wird durch die Lektüre homosexueller Autoren sicherlich reicher belohnt als durch den soundsovielten Familienroman. Und wer als Leser außerdem selbst homosexuell ist, erfährt das große Glück, endlich Geschichten über sich und seinesgleichen lesen zu können. Denn obwohl männliche und weibliche Homosexuelle in den Medien, den Künsten, der Mode und selbst der Politik allgegenwärtig sind, gibt es einen Ort, wo man sie vergebens

"Yves Navarre hat einmal auf einem Kongress gesagt: Ich bin schwul. Ich bin Autor. Ich bin kein schwuler Autor. Seine Wort waren leider in den Wind gesprochen. Männerliebende Schriftsteller können sich drehen und wenden, wie sie wollen, ihre sexuelle Ausrichtung ist für die Heterosexuellen allemal ausdrucksstärker als ihre Werke. Ihre Literatur ist erst einmal schwul, und dann erst Literatur."

Das war ein Zitat von Detlev Meyer - aus einer kleinen Rede zum 5. Geburtstag des MännerschwarmSkript Verlags, in der er sich auf seine leichtfüßige ironische Art mit diesem merkwürdigen Phänomen "schwulen Bücher" auseinander gesetzt hat. "Promiskes Blättern" nannte er seine Schnurre.

Schwule Bücher also. Das Schwule gibt es nicht ohne das Heterosexuelle. Was ist eigentlich ein heterosexuelles Buch? Die Frage wurde so noch nicht gestellt. Aber wer auf die Website des Buchladens Männerschwarm schaut, findet dort bei den Lieblingsbüchern Monat für Monat auch die Rubrik "Das gute heterosexuelle Buch". So weltoffen