Fortwährende Eingriffe

Die Schwulenbewegung der 1970er Jahre kämpfte für die Befreiung der Sexualität. Mit dem Auftreten von HIV und Aids geriet sie jedoch in die Defensive. Der »Lebensstil der Homosexuellen« wurde durch Medien, eine moralinsaure Gesundheitspolitik und warnende Stimmen aus der Bewegung selbst für die Verbreitung der tödlichen »Schwulenseuche« verantwortlich gemacht. Martin Dannecker hat im Laufe der Debatten die dramatischen Einschnitte in die sexuelle Freiheit immer wieder analysiert, dabei an seinem sexualitätsbejahenden und emanzipatorischen Standpunkt festgehalten und gegen den Trend moralisch argumentierender und restriktiver Präventionsstrategien Stellung bezogen. Danneckers Texte zeigen, wie es gelingen kann, sich dem Druck der »Normalisierung« zu widersetzen und die Freiräume der Subjekte zu verteidigen

Und hier alle Infos zum Buch!

Halle:  Dienstag, 3. September 2019, Aids-Hilfe Halle

Stuttgart: 16. Oktober 2019, Buchladen Erlkönig, 19.30 Uhr

München:  29. Oktober 2019, Sub, 19.30 Uhr

Köln: 14. November 2019, Ruhrpott

Darmstadt: Donnerstag, 28. November 2019, Aids-Hilfe Darmstadt

Marburg: Donnerstag, 29. November 2019, Aidshilfe Marburg

Düsseldorf, 2. Dezember 2919, Aidshilfe Düsseldorf

Essen, Dienstag, 3. Dezember 2019, Folkwang Universität der Künste

Als Band 76 der Bibliothek rosa Winkel erscheint Mitte September Ulrike Heiders Buch "Der Schwule und der Spießer. Provokation, Sex und Poesie in der Schwulenbewegung". In einer Mischung aus Zeitzeugenschaft und Autobiografie erzählt die bekannte Autorin hier einen bislang liegengebliebenen Teil ihres Lebens, der eng mit der Schwulenbewegung und dem Leben ihres Freundes Albert Lörken verbunden ist. In Zeiten, in denen es immer wieder zu Spannungen zwischen traditionell "schwulen" und "queer-feministischen" Sichtweisen auf die Geschichte der Emanzipation und gegenwärtige politische Erfordernisse kommt, eröffnet Ulrike Heider einen authentischen Blick auf das, was Schwulenbewegung in den 1970er und 1980er Jahren bedeutet hat. In Ihrem Vorwort schreibt sie:

 

Zu Beginn der 1970er Jahre lebte ich als links engagierte Studentin in Frankfurt am Main in einem besetzten Haus, verkehrte im Sponti-Milieu und hatte mehrere Freunde, die 1971 an der Gründung einer Politgruppe namens RotZSchwul (Rote Zelle Schwul) beteiligt waren. So kam es, dass ich die damals entstehende neue Schwulenbewegung und später auch ihre ersten Krisen nach dem Aufkommen von Aids aus unmittelbarer Nähe miterlebte. Die erwähnten Freunde und die Gruppe, in der sie sich engagierten, fielen mir wieder ein, als ich 2001 meine politische Autobiographie Keine Ruhe nach dem Sturm veröffentlicht hatte, deren historischer Schwerpunkt auf der Studenten-, Sponti- und Hausbesetzerbewegung lag. Weil ich die Schwulenbewegung darin nur am Rande erwähnt hatte, spürte ich das Bedürfnis, auch darüber zu berichten. Wie in dem vorangegangenen

Loverboys, Gay Hardcore, Kunst & Kalender

Was ist eigentlich nach der Insolvenz von Bruno Gmünder GmbH aus den schönen Büchern geworden?

Ganz einfach: Es gibt sie noch. Und neue dazu. Auch die beliebten Kalender! Bei Bruno Books.

Bruno Books ist eine Marke der Salzgeber Buchverlage GmbH. Zum aktuellen Verlagsprogramm gehören die beliebten belletristischen Erotik-Reihen „Loverboys“ und „Gay Hardcore“ ebenso wie Ratgeber zu den Themen Liebe, Sexualität und Partnerschaft. Wir haben die Buchbestände der Bruno Gmünder GmbH übernommen, vertreiben diese und entwickeln das Programm mit neuen deutsch- und englischsprachigen Titeln laufend weiter.

 

 

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